MY De Swel liegt in der früheren Schiffs- und Reparaturwerft der königlichen Marine Willensoord. Im 2. Weltkrieg kam die Werft unter Beschuss. Über die Jahre hinweg wurde sie wieder aufgebaut und zum einmaligen Kulturerbe gesichert. In den Bauten sind das Marinemuseum (Geschichte der Marine ab 1827) und das Nationale Rettungsmuseum Dorus Rijkers untergebracht. Felix hatte 2016 das Marinemuseum besucht. Um alles umfassend durchzugehen, brauchte er einen Tag. Mir ist das Museum zu gross. Das Royal Navy Institut befindet sich ebenfalls auf dem Gelände. In der Gracht warten historische Schiffe auf Besucher. Restaurants laden zum Verweilen ein.  In der Hochsaison werden hier diverse grosse Anlässe  organisiert.

Mit meinem kleinen Klapprad unternehme ich am Nachmittag eine Radtour. Felix wohnt derweil der Vereidigung der Offiziere/innen der Royal Netherlands Navy bei.

 

 

 

 

 

 

Ich fahre anhand einer Karte auf den Radwegen von Kontenpunkt zu Kontenpunkt. Mein Ziel ist der Park De Nollen mit den Stahlskulpturen von R.W. van de Wint (1942 – 2006). Zuerst radle ich am Damm entlang bis zum Huispolder mit den Leuchtturm De Lange Jaap. Von hier werfe ich einen sehnsüchtigen Blick zur Insel Texel. Gerne erinnere ich mich an meine Radtour im Jahre 2016 rund um sie.

Danach nehme ich einen Augenschein vom Fort Kijkdui, das Felix morgen besuchen will. Jetzt beginnt meine Lieblingsstrecke durch die Dünen – herrlich. Bei Knotenpunkt 06 geht es Richtung Norden zum Stadtzentrum hin. Die Tore des Park De Nollen  sind geschlossen. Um 17.00 ist Feierabend. Beim Fotografieren unterwegs habe ich die Zeit vergessen.

Kräftig trete ich in die Pedale, damit ich das Stadtzentrum schnell erreiche. Neben einer Hauptstrasse zu fahren bereitet mir keinen Spass. Verschwitzt und nach vier Stunden unterwegs komme ich im Hafen an. Zeitmanagement ist heute definitiv nicht mein Ding gewesen!