Zwei Wasserstrassen nach Maastricht haben wir zur  Auswahl:

1. Liège – Écluse Monsin – Meuse – Écluse Visé  (Ab der Ortschaft  Visé  ist die Meuse mit einem Wehr gesperrt)– Albertkanaal – Sluizen Lanaye – Maas – Maastricht

2. Liège – Albercanal– Sluizen Lanaye – Maas – Maastricht

 

 

 

Trotz des Mehraufwands mit den Schleusen wählen wir die 1. Wasserstrasse aus. Sie bietet landschaftlich mehr als die künstlich Angelegte.

Der Stadt Liège mit ihrem französischen Flair, kehren wir um 10.30 den Rücken. Mit meiner Kamera halte ich die letzten Eindrücke von ihr fest. Bald ist die Écluse Monsin erreicht. Ein Ehepaar aus Neuseeland gesellt sich mit ihrem Boot dazu.

 

Bevor das Schleusentor sich öffnet, müssen beide Boote aus Wallonien abgemeldet werden. Mit den Einfahrtsformularen steigen die Freizeitkapitäne zum Schleusenbüro hoch. Obwohl alle Daten auf dem Schriftstück festgehalten sind, dauert es eine Ewigkeit, bis die offizielle Ausreise registriert ist.

 

 

 

Nach 12 km flussabwärts auf der Meuse, wollen wir über die Écluse Visé in den Albertcanal. Oh Schreck, die kleine Schleuse bleibt für einen Tag geschlossen! Was nun? Im Hafen Visé zu bleiben ist nicht verlockend, wie der aussieht.

 

 

 

Zu dritt kehren wir zurück zur Écluse Monsin. Das Prozedere mit der Ein- und Ausreise in Wallonien bleibt uns erspart. Der Beamte schleust uns durch.

 

 

Mit dem Berufsverkehr  und Freizeitboote fahren wir auf dem Albertcanal 13 km  bis zur vierfachen Schleuse Layne.

 

 

 

Der vierte und grösste Schleusenschacht ist neu, 200 m lang, 20 m breit und mit einem Hub von 12,5 m. Er ist mit Schwimmpoller bestückt, die über die Schleusenwand ragen. Ein derart bequemes Umlegen der Leinen haben wir noch nie erlebt.

Neben der Schleuse liegt ein total deformiertes Tor. Vermutlich donnerte ein Lastkahn hinein. Felix wird versuchen herzufinden, was sich zu trug.

Nach der Schleusung befinden wir uns sogleich im südlichsten Zipfel der Niederlande und  in der Provinz Limburg. Unsere Belgien-Reise 2018 ist somit endgültig abgeschlossen.

In Maastricht steuern wir den Stadshaven t‘Bassin an. De Swel ist zu hoch für die Einfahrt, wird uns bei der Anfrage für die Schleusung mitgeteilt. Unsere Aufmerksamkeit blieb auf der Strecke, denn eine Hinweistafel mit den Informationen ist ja vor unserer Nase angebracht.

 

 

 

 

 

 

 

Also umkehren und zum Passantenhaven fahren. An einer hohen langen Mauer bei der Wilhelminabrug mit Verkehrslärm müsste man anlegen. Das gefällt uns nicht. Weiter zurückfahren auf der Maas, bis zum Jachthaven Sint Pieter und legen am langen Steg an. Der Hafen ist zwar nicht eine Schönheit, aber für uns in Ordnung.

 

 

 

 

 

 

Der Tagesplan verlief nicht wie geplant –  was soll’s!