Am Stadteingang von Stavoren legen wir an. Für einen Rundgang benutzen wir zum ersten Mal die neuen Klappfahrräder. Der Ortskern bietet mit seinen kleinen, gepflegten Häuschen am Deich den Anblick eines historischen Fischerdorfes. Es gibt kleine Geschäfte und gemütliche Restaurants.
Bis zum 14. Jahrhundert war Stavoren eine angesehene Handelsstadt. Der holländisch-friesische Krieg brachte das Städtchen zum Verfall. Der Hafen und die Deiche konnten nicht mehr unterhalten werden. Der bedeutende Getreidehandel zerfiel. Auf dieser Tatsache basiert die Legende von der Frau von Stavoren. Im 17. Jahrhundert blühte die Stadt wieder auf zur betriebsamen und internationalen Seeschifffahrt. Im 19. Jahrhundert wurde erneut der Niedergang der Schifffahrt eingeläutet. Von dem internationalen Hafen blieb nicht viel übrig.
Stavoren ist heute der Heimathafen der Friese Floot, mit rund zwanzig Traditionsseglern und der Reederei Tallship Aphrodite, mit den exklusivsten Segelkreuzfahrtschiffen der Niederlande. Fischerei wird in kleinem Stil weiter betrieben.