Am Stadtrand von Makkum legen wir an. Zu Fuss und in Begleitung unseren Hunden begeben wir uns zur Stadtmitte. Nur wenige Leute sind unterwegs. Der Tourismus bleibt noch aus. Durch die Stadtmitte führt ein neugestalteter ovaler Platz. Architektonisch fügt er sich ausgezeichnet zwischen die alten Häuserreihen. Restaurants benutzen ihn als Terrasse. Links und rechts gibt es kleinere Shops.


Die Stadt war ein bedeutendes Produktions- und Handelszentrum der Ziegelfabriken, Steingutherstellungen, Schälmühlen, Schiffswerften und Muschelkalköfen. Mörtelkalk besass eine ausgezeichnete Qualität und wurde unter anderem für den Hausbau im aufstrebenden Amsterdam verwendet.

Seit dem 17. Jahrhundert ist das Städtchen durch Tichelaars Königliche Fayencen (Keramik)  und Fliesenmanufaktur bekannt. Mit einer altüberlieferten Zinnglasur wird ein Glanz und eine Leuchtkraft erreicht, die mit moderner Techniken nicht erzielt werden kann.

Der Bau des Abschlussdeiches (1932) und somit die Abriegelung Makkums vom Wattenmeer hatte eine einschneidende Veränderung der Küste zur Folge. Die Versandung der IJselmeers war der Anfang einer schwierigen Zeit für Makkum, da der Hafen unerreichbar wurde. Makkum ist weltweit bekannt für den Schiffsbau, von kleinen Segel- und Motorbooten bis hin zu den Superyachten für die Reichsten der Welt.

Gleich neben der Schleuse, die ins IJselmeer führt, befindet sich ein kleiner Fischerhafen. Garnelen werden mit flachbodigen Schiffe gefangen. Der Fang wird in der Regel bereits auf dem Schiff abgekocht.

In der Umgebung von Makkum und integriert in das grosse Naturschutzgebiet entstand 1993 das Beach Resort. Unzählige Ferienhäuser, ein vielseitiges Freizeitangebot und Sandstrände bieten Urlaub wie am Meer! Es zieht jährlich tausende Urlauber (am meisten von Deutschland) in das luxuriöse Feriendorf.